Gartenratgeber Juni
Unbekannter „Schädling“ und verkrüppelte Blätter?
Massiver Blattlausbefall hat in den letzten Wochen zu verkrüppelten, eingerollten Blättern geführt. Gleichzeitig haben sich inzwischen aber auch die Nützlinge stark vermehrt. So tauchen verstärkt schwarz-orange gefärbte, ca. 5mm große Tiere in und an den verkrüppelten Blättern auf. Es handelt sich um Larven oder Puppen von Marienkäfern, die oft für Schädlinge gehalten werden. Die Puppen kleben an Blättern und Früchten. Marienkäfer ernähren sich von den Blattläusen, daher nicht vernichten.
Rhododendronknospen abgestorben?
Die Ursache für das Knospensterben ist meist eine Pilzerkrankung. Der Schadpilz wird von der Rhododendronzikade übertragen. Unter den Blättern finden Sie jetzt diese grün-roten, sehr aktiven Insekten. Anfang August legen die Schädlinge ihre Eier in die Knospenschuppen ab. In die Einstichstellen dringt der Pilz bei feuchter Witterung ein – die Knospe stirbt ab. Bekämpfen Sie jetzt die Zikade um den Knospenschaden zu verhindern. Spritzen Sie bei Befall mit Spruzit Schädlingsfrei oder Spruzit Gartenspray. Die Spritzung erfolgt in den frühen Morgenstunden, wenn die Tiere noch in Kältestarre sind und wird bei Bedarf wiederholt.
Hohe Temperaturen und Feuchtigkeit fördern Buchsbaumsterben
Behandeln Sie Ihren Buchs jetzt vorbeugend mit Fungisan Rosen- und Gemüse-Pilzfrei. Um die Anfälligkeit der Pflanzen zu verringern, empfehlen wir, die Pflanzen nur von unten zu gießen und ausreichend zu düngen, z.B. mit Azet BuxusDünger.
Diagnose-Tipp: Buchsbaumsterben ist eine Pilzerkrankung, die zu braun-schwarzen Flecken auf den Blättern führt. Auf der Blattunterseite erscheint ein weißer Belag und auf den Trieben schwarze Striche. Die Pflanze verliert bald alle Blätter und stirbt ab.
Achtung: Weiße Fliegen im Gemüse!
Viele Kohlarten im Freiland, aber auch Tomaten und Gurken im Gewächshaus, leiden jetzt unter dem gefürchteten Schädling. Weiße Fliegen saugen an Blättern und Früchten und hinterlassen klebrige Beläge. Auf diesen siedeln sich später schwarze Rußtaupilze an. Bekämpfen Sie die Schädlinge in den kühlen Morgenstunden mit Neudosan Neu Blattlausfrei. Spritzen Sie die Pflanzen von allen Seiten gründlich tropfnass um die Schädlinge direkt zu treffen. Die Behandlung wird nach 5 – 7 Tagen wiederholt.
Ganz aktuell: Die Kartoffelkäfer kommen!
Zur Zeit tritt in vielen Gegenden der erste Befall mit Kartoffelkäfern und ihren ca. 0,5 cm langen, braun-rötlichen Larven auf. Sobald Sie erste Schädlinge sehen, spritzen Sie die Kartoffeln mit Ultima Käfer- und Raupenfrei. Bei der Behandlung achten Sie besonders darauf, dass alle Blätter gründlich von der Spritzbrühe getroffen werden. Behandlung bei Bedarf wiederholen.
Auf dem Rasen krabbelt es?
Vielerorts hat der Flug der Juni- oder Gartenlaubkäfer begonnen. Die braunen, leicht glänzenden Käfer schlüpfen aus dem Rasenboden. Sie fressen bevorzugt helle Rosenblüten aber auch an umliegenden Büschen und Bäumen. Bei starkem Befall bekämpfen Sie die Käfer mit Spruzit Schädlingsfrei. Etwa 6 Wochen nach dem Flug finden sich im Rasenboden Engerlinge (der „Nachwuchs“ der Käfer), welche Rasenwurzeln fressen. Kontrollieren Sie ab Juli beim Auftreten von gelb-braunen Stellen den Rasenboden auf Schädlinge. Wenn Sie weiße, max. 1,5 cm lange Engerlinge entdecken, setzen Sie zur Bekämpfung HM-Nematoden ein.
Tipp: Die HM-Nematoden erhalten Sie über das Bestell-Set Nützlinge. Die Nützlinge sind weder für den Anwender noch für Haustiere eine Gefahr. Während des Nematodeneinsatzes kann der Rasen ohne Probleme gedüngt werden.
Für gesunde Tomaten
Viel Arbeit und trotzdem keine Tomatenernte? Tomatenpflanzen werden im Laufe der Saison häufig von der Kraut- und Braunfäule befallen. Die Tomatenfäule ist zuerst an kleinen, braunen Flecken auf den unteren Blättern zu erkennen. Bald darauf erscheinen auch auf den Früchten schwarze Flecken und die Pflanze stirbt ab. Spritzen Sie ab Mitte Juni vorbeugend mit Atempo Kupfer-Pilzfrei, Fungisan Rosen- und Gemüse-Pilzfrei oder Cueva AF Tomaten Pilzfrei. Bereits befallene Blätter entfernen Sie sofort. Die Behandlung muss nach 10-14 Tagen wiederholt werden.
Weiße Beläge auf den Blättern vieler Pflanzen
Die Ursache für die Flecken sind Echte Mehltaupilze. An Wein, Gurken und vielen anderen Kulturen richten diese große Schäden an. Blätter, Triebe und auch Früchte sterben bald nach Infektionsbeginn ab. Zur Bekämpfung spritzen Sie bei Befallsgefahr mehrfach vorbeugend mit Netz-Schwefelit WG, Cueva Pilzfrei oder Atempo Kupfer-Pilzfrei.
Praxis-Tipp: Cueva Pilzfrei wirkt an Wein gleichzeitig auch gegen den Falschen Mehltau. Dieser Pilz verursacht ölige Flecken auf den Blattoberseiten, blattunterseits findet sich ein grauer Pilzrasen. Befallene Trauben werden braun und ledrig.
Pocken oder Pusteln auf Pflanzen?
Verursacher für die verschiedenen Pusteln und Verfärbungen sind oft Gallmilben. Die Milben selber sind mikroskopisch klein und nicht mit bloßem Auge zu sehen. Oft finden sich aber auf den Blattunterseiten filzige Beläge. Häufig sind später nachtreibende Blätter wieder ohne Befall. Zur Zeit können Sie diesen Schädling nur noch durch Herauspflücken der Blätter bekämpfen. Im nächsten Jahr behandeln Sie die Pflanzen ab Austriebsbeginn mehrfach mit Netz-Schwefelit WG. Bei der Spritzung mit diesem Pilzbekämpfungsmittel werden Gallmilben mit erfasst.




